Propstei St. Gerold

Pater Nathanael Wirth

Ein zupackender Pater Nathanael Wirth um 1960 (Foto: Propstei).

Ankunft und Wiederaufbau

Am 15. September 1958 kommt Pater Nathanael Wirth nach St. Gerold. Der junge Vikar der Pfarrei Einsiedeln hat sich so verausgabt, dass er vom Abt zur Erholung nach Vorarlberg geschickt wird. Was als Erholungszeit gedacht war, dauert schliesslich über fünfzig Jahre. In St. Gerold trifft Pater Nathanael eine unter den Kriegsfolgen leidende, verwahrloste Klosteranlage an. Ein paar ältere Mitbrüder pflegen hier «otium cum dignitate» – «Musse mit Würde» und zwei treue Dienerinnen, Lisa und Klementine, halten Küche, Haus und Garten in Schwung. Da der damalige Propst, Pater Iso Schlumpf, wenige Wochen später krank wird, schaut der junge Pater Nathanael dafür, «dass der Karren läuft». Nach zwei Jahren erhält er ein Schreiben des Abtes, adressiert an «Propst Pater Nathanael». Jetzt ist ihm klar, dass er nun für die Propstei verantwortlich ist.