Propstei St. Gerold

19. und 20. Jahrhundert

Die Propstei-Anlage vor 1849 (£Foto: Propstei).

1802, im Rahmen des Reichsdeputationshauptschlusses von Regensburg, hat man die Propstei dem Kloster Einsiedeln enteignet. Nach jahrzehntelangen Bemühungen gelang es Einsiedeln, die Propstei am 12. Dezember 1839 mit den dazugehörigen Gütern zurückzukaufen.

Es folgten engagierte Jahre vor dem grossen Niedergang: Man hat das Wyberhus umgebaut, das Refektorium erneuert, die Kirche restauriert und eine neue Orgel installiert. Weiter wurde eine neue Säge im Dorf erstellt, ein eigenes Elektrizitätswerk geschaffen und ein Telefonanschluss für das Tal beantragt und eingerichtet.

Mit den beiden Weltkriegen folgten jedoch Jahre des Stillstands und des allmählichen materiellen Zerfalls. Der gesamte Grundbesitz war verpachtet und die Einsiedler Patres wurden als unerwünschte Ausländer ausgewiesen. 1947 konnten einige Mitbrüder in die Propstei zurückkehren und brachten neues Leben in die halb zerfallenen Gemäuer.