Propstei St. Gerold

Die Propsteikirche

Die Propsteikirche mit dem Altarfresko von Ferdinand Gehr (Foto: Propstei).

Konzentration auf das Wesentliche

1965/1966 wurde die 1877 in neuromanischem Stil ausgestattete Propsteikirche unter der architektonischen Leitung von Arnold Stöckli aus Wittikon-Zürich renoviert und umgestaltet.

Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ging eine Aufbruchsstimmung in der Kirche einher, die auch den jungen Pater Nathanael ergriff und die Neugestaltung der Propsteikirche prägte: ein schlichter, auf das Wesentliche konzentrierter Sakralraum sollte entstehen.

Der Bildhauer Hugo Imfeld aus Zumikon schlug Pater Nathanael vor, die schlichte Kassettendecke aus dem 16. Jh. zu belassen, ansonsten jedoch alles Bestehende zu entfernen.

Ihm schwebte zunächst ein grosses Eisenkreuz auf weisser Chorwand vor, das Pater Nathanael jedoch zu bedrückend erschien. Pater Nathanael dachte – inspiriert von der byzantinischen Kultur und einer ausgeprägten Schöpfungstheologie – an ein Fresko mit Christus als Pantokrator, dem Herrn der ganzen Schöpfung.

Er konfrontierte den Altstätter Kunstmaler Ferdinand Gehr mit seinem Ansinnen. Wenige Wochen später teilte ihm der Künstler mit, dass er keinen Pantokrator malen könne, da jede Zeit ihre Art hätte, Christus darzustellen; nach seinem Dafürhalten sei es für unsere Zeit angemessen, Christus als ganz schlichte Gestalt zu malen, vor der niemand Angst zu haben brauche...

Pater Nathanael war berührt von der Bescheidenheit und Tiefgründigkeit Gehrs und stimmte dem vom Künstler vorgelegten Bild-Konzept zu.

Die Kirchenpatrone

Ursprünglich war die Propsteikirche der heiligen Maria Magdalena, der Büsserin, geweiht. Auf dieses Patrozinium geht das Wappen der Propstei – der Basilisk – zurück. 1359 wird erstmals der hl. Gerold als Kirchenpatron erwähnt. Das Patroziniumsfest feiern wir am 19. April.

Nach oben