Propstei St. Gerold

Die Gnadenkapelle

Klein, still und sehr mystisch – die Gnadenkapelle mit der schwarzen Madonna von Einsiedeln (Foto: Propstei).

Der schlichte romanisch-gotische Andachtsraum mit einer Kopie des Einsiedler Gnadenbildes wird von Pilgern und Gästen der Propstei gerne aufgesucht zum Verweilen in der Stille, zum Beten und Singen.

An den Werktagen feiern wir hier die Eucharistie (8 Uhr). Gerne wird die Kapelle auch für Tauffeiern verwendet.

Die östlich der Propstei gelegene Kapelle wurde vor 1300 erbaut. Das von Pater Joachim Salzgeber in den 1950er Jahren wieder entdeckte, zugemauerte kleine Rundbogenfenster an der Südwand ist ein Zeuge dieser romanischen Bauepoche. 

Zwei «kopflose» Patrone

Die Kapelle ist den heiligen Antonin und Dionysius geweiht, zwei «Kephalophoren», sogenannten «kopftragenden Heiligen». Dionysius scheint im süddeutschen Raum öfter als Kirchenpatron auf, nicht aber Antonin. Lediglich im Reliquienverzeichnis des Klosters Weissenau bei Ravensburg, von wo auch eine Urkunde von 1227 mit Bezug zur Propstei St. Gerold herrührt, wird der hl. Antonin erwähnt. Dies dürfte kein Zufall sein, da die Gründungsgeschichte der Propstei wohl mit diesem Kloster in Verbindung steht. Die beiden römischen Märtyrerheiligen sind an der Rückwand der Kapelle dargestellt.