Geschichtliches
960 gilt als Gründungsjahr der Propstei.
978 wird als Todesjahr des heiligen Gerolds überliefert. Die Propstei war geistlicher Besitz des Klosters Einsiedeln und musste nach mittelalterlichem Recht einen weltlichen Schirmvogt (Patron) haben. Die Vogtei lag zunächst in den Händen der Grafen von Montfort, ehe sie an die Thumben von Neuburg kam.
Vor 1300 Wie Ausgrabungen belegen, müssen auf dem historischen Grund bereits eine romanische Kirche, ein kleines Kloster und die Kapelle (damals Antoninskapelle) bestanden haben.  
1313 Rekonziliation des Gotteshauses durch den Bischof von Chur wegen eines Frevels anlässlich einer Fehde zwischen Montfortern und Thumben.    
1363 Verkauf an Herzog Rudolf von Österreich, dann an die Montforter.    
1391 Graf Heinrich von Werdenberg übernimmt die Vogtei.    
1398 Bischof Hartmann von Chur wird Nachfolger.    
1416 Wolfhard I. von Brandis wird Vogt.    
1508 Die Grafen von Sulz aus dem Klettgau übernehmen die Vogtei.    
1614 Verkauf der Vogtei und der Herrschaft Blumenegg an die Benediktinerabtei Weingarten.    
1662 wird unter Abt Plazidus Reimann das Geroldsgrab geöffnet, die Reliquien werden nach Einsiedeln gebracht    
1802 Reichsdeputationshauptschluss von Regensburg: St. Gerold wird dem Fürsten von Nassau-Oranien-Dillenburg zugesprochen.    
1804 St. Gerold kommt in den Besitz Österreichs.    
1805 Pressburger Friede. St. Gerold kommt zu Bayern.    
1814 St. Gerold fällt an Österreich zurück.    
1840 Nach jahrzehntelangem Bemühungen kann Einsiedeln die Propstei zurückkaufen.    
1938 Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. Die Schweizer Patres werden als „unerwünschte” Ausländer abgeschoben. P. Hubert Schattinger aus dem Zisterzienser-Stift Mehrerau bei Bregenz übernimmt die Verwaltung.    
1947 Die Patres aus Einsiedeln kehren nach St. Gerold zurück.
Die Gebäulichkeiten der Propstei, die unter der wechselvollen Geschichte gelitten hatten, verfallen mehr und mehr.
 
1958 P. Nathanael Wirth kommt nach St. Gerold.  
  Die Propstei St. Gerold wird in eine offene Begegnungsstätte umgewandelt und religiöses, soziales und kulturelles Zentrum.  
Für Interessierte  
  sind detaillierte Unterlagen zu Geschichte und Baugeschichte in der Propstei St. Gerold erhältlich.  
  zum Seitenanfang